Rita Falk: Kaiserschmarrndrama

Rita Falk: Kaiserschmarrndrama

dtv

 Preis: 15,90 €

 Eberhofer is back!

Wer ist die Autorin

©Astrid Eckert

Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt noch immer in ihrer bayrischen Heimat und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer (›Winterkartoffelknödel‹, ›Dampfnudelblues‹, ›Schweinskopf al dente‹, ›Grießnockerlaffäre‹ und ›Sauerkrautkrautkoma‹) sowie den Romanen ›Hannes‹ und ›Funkenflieger‹ in die Herzen ihrer Leser geschrieben.

Von sich selber sagt die Autorin, dass sie die schönste Zeit ihres Lebens in Oberbayern verbracht hat, wo sie bei der Oma aufwuchs. Dem ihr so vertrauten Landstrich ist Rita Falk auch als Erwachsene treu geblieben. Sie ist Mutter von drei Kindern, lebt in München und hat in weiser Voraussicht damals einen Polizeibeamten geheiratet.

Die Kindheitserfahrungen sind der Schatz, aus dem Rita Falk als Schriftstellerin schöpft. In ihrem Franz-Eberhofer-Krimi bildet ein bayerisches Dorf den Mittelpunkt des Geschehens.

Mächtig was los in Niederkaltenkirchen!

Die Susi, Eberhofer‘s Langzeit-Freundin, wird endlich für ihre Geduld belohnt, mit großzügiger Unterstützung der Oma, wird jetzt auf dem Eberhofer Grundstück zusammen mit dem Bruder vom Franz, dem Leopold, ein Doppelhaus gebaut. Oma Eberhofer geht ganz und gar bei der Bewirtung der Baumannschaft auf und der Leopold geht allen mit seinen Ideen für die Ausgestaltung des Hauses mächtig auf die Nerven.

Jede Menge Geheimnisse und dann auch noch ein Serienmörder….

Franz hat Glück, passiert doch kurzerhand ein Mordfall, dessen Aufklärung seinen ganzen Einsatz verlangt und auch dem treuen Ermittlungs-Gefährten Rudi geht es nach den Folgen des Verkehrsunfalls, der die beiden im letzten Band fast ins Jenseits geschickt hätte, langsam wieder besser. Was ihn aber nicht davon abhält, dass Krankenhauspersonal nach Strich und Faden zu terrorisieren und sich außerdem mächtig bei Franz zu beklagen, weil dieser lediglich mit einer gebrochenen Nase davon gekommen ist. Wie gut das der Franz durch den Mord an Simone, der Pfarrers-Schwester, die neuerdings beim Simmerl – dem Dorfmetzger –  im ersten Stock wohnt, mächtig was zu tun hat, wo auch der Rudi wieder mitermitteln kann. Simone das stellt sich schnell heraus, ist alles andere als lediglich die tugendhafte Schwester eines Pfarrers gewesen, war sie doch bis zu ihrem Tod als scharfe Internet-Braut auf die Befriedigung ganz besonderer Wünsche von Herren spezialisiert und hatte sogar drei Kunden die aus dem Umfeld von Franz kommen.

Zum Glück es gibt wieder was zum Schmunzeln!

Als Giesela die Metzgersgattin dann noch zufällig Viagra bei ihrem Simmerl findet, wird der Franz sofort penetrant gelöchert, ob er sich vielleicht einen Reim darauf machen kann. Kann er erstmal nicht und ist mit der Mordermittlung und den Turbulenzen beim Hausbau, verursacht durch seinen Lieblings-Bruder, voll und ganz beschäftigt. Als dann sogar ein zweiter Mord passiert, der sogar den Bürgermeister alarmiert und zur Gründung der Niederkirchner Soko führt bei der Franz auf eine spindeldürre, neumalkluge Ex-Kollegin trifft, die er selbst im geheimen nur „Thin-Lizzy“ tauft – und die ihm mächtig auf den Zeiger geht, sind zum Glück alle Zutaten da, um endlich wieder einen Eberhofer zu Schmunzeln zu lesen. Zu allem Unglück wird der Franz auch noch vom Schicksal hart geprüft und muss von einem lieben Gefährten Abschied nehmen.

Mein Fazit – oder endlich mal wieder Lachen mit Eberhofer! Als Fan der ersten Stunde, habe ich alle Eberhofer-Bücher gelesen und bei den letzten beiden Romanen sehr gelitten, die Storys waren jeweils vom Setting und der Dramaturgie sehr langweilig und gewollt komisch. Dieses Mal konnte ich seit langen wieder mit Franz & Co. herzhaft lachen. Die Geschichte ist warmherzig und sehr lustig erzählt, dabei sind die einzelnen Charaktere lebendig und lebensnah gestaltet. Das war nicht immer so in den letzten Jahren, ich freue mich dass es bei Eberhofer nach einer längeren Dursttrecke wieder eine steile Tendenz nach oben gibt. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, das war bei den letzten beiden Bänden leider nicht immer so.

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